Latein …

…und was man darüber so hört

  • tote Sprache,
  • endlose Texte,
  • nur Grammatik,
  • kann man nichts mit anfangen.

Tatsache aber ist:

  • Latein ist die Basissprache Europas: Aus dem Lateinischen ist direkt das Französische, Spanische, Portugiesische, Italienische  Rumänische und Katalanische hervorgegangen.
  • Im Englischen hat 70 % des Wortschatzes lateinische Wurzeln.
  • Viele Fremdwörter aus dem Deutschen stammen aus dem Lateinischen, z.B. Computer von computare – zusammenzählen.
  • In der Medizin werden zur Bezeichnung von Krankheiten lateinische Begriffe gewählt, in der Biologie zur Bezeichnung von Tieren und Pflanzen.
  • Für viele Studiengänge sind Lateinkenntnisse sinnvoll bzw. vorgeschrieben: Anglistik, Germanistik, Romanistik, Archäologie, Geschichte, Philosophie, Theologie, Medizin, Jura u.v.m.

Deshalb:

  • Lateinkenntnisse erleichtern das Erlernen moderner Fremdsprachen.
  • Der Umgang mit der eigenen Muttersprache verbessert sich.
  • Fremdwörter können einfacher abgeleitet werden: Die Angst vor wissenschaftlichen Texten wird geringer.
  • Das Lateinlernen in der Schule erspart bis zu drei Semestern auf der Universität, die man ansonsten für den Erwerb des Latinums aufbringen müsste.

Was erfordert das Erlernen von Latein?

  • Da Latein heute keine Sprache mehr ist, die man schnell und nebenbei erlernen kann, ist sorgfältiges und genaues Arbeiten eine Voraussetzung. Mit einer heute in vielen Bereichen des Lebens zu beobachtenden Oberflächlichkeit kommt man in  Latein nicht ans Ziel.
  • Solide Kenntnisse in Deutsch, insbesondere der Grammatik sind erforderlich.
  • Kontinuierliches Arbeiten, besonders regelmäßiges Vokabel- und Grammatik-Lernen.

Was ist nicht erforderlich?

  • Da Latein so gesprochen wird, wie es geschrieben wird, bereitet die Aussprache keine Probleme.
  • Da Latein keine aktiv gesprochene Sprache mehr ist, wird keine Kommunikationsfähigkeit mehr verlangt.

Was wird im Lateinunterricht gemacht?

  • Die Übertragung vom Lateinischen ins Deutsche ist das Ziel des Lateinunterrichts. Hiermit wird die Ausdrucksfähigkeit und die sprachliche Gestaltung gefördert.
  • Erreicht wird dies durch abwechslungsreiche, aber stets lern- und verstehensfördernde Übungen sowie durch unterschiedliche Übersetzungstechniken.
  • Exkursionen zu Orten mit römischer Vergangenheit, z.B. Xanten (Römerlager), Kalkriese bei Osnabrück (Ort der Varusschlacht).

Was bietet unser Gymnasium an?

  • Beginn des Lateinunterrichts ab Klasse 6 in Kursen (die Klassen werden nach der fünften Jahrgangsstufe nach der Wahl der zweiten Fremdsprache nicht neu zusammengestellt).
  • Bis Klasse 8 Spracherlernphase nach dem Lehrbuch Felix mit grammatischen Begleitbuch und Übungsheft.
  • Ab Klasse 9 Lektüre von Originaltexten von Caesar, Cicero, Ovid, Seneca u.a.
  • Am Ende der Klasse 10 Erwerb des Latinums mit mindestens „ausreichend“.
  • Bei entsprechendem Interesse ist es auch möglich, Latein bis zum Abitur weiterzuführen und gegebenenfalls eine schriftliche oder mündliche Abiturprüfung darin abzulegen.

Summa Summarum

Latein lernen!