Leitziel des Türkischunterrichts des Gymnasiums ist die interkulturelle Handlungsfähigkeit, die im Zusammenspiel mit den Bereichen der kommunikativen und methodischen Kompetenzen wie auch den Bereichen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit entwickelt wird. Der systematische Kompetenzaufbau und die Vernetzung unterschiedlicher Einzelkompetenzen erfolgt in der Auseinandersetzung mit realitätsnahen, anwendungsorientierten Aufgabenstellungen. Damit werden die Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen unterschiedlicher privater wie beruflicher Lebensbereiche vorbereitet. Wie die berufliche Wirklichkeit es erfordert, erhalten Schülerinnen und Schüler mit Türkisch als Familiensprache die Chance, Türkisch auch als Hochsprache zu erwerben.

Der Türkischunterricht am Gymnasium knüpft somit an die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sowie Einstellungen und Haltungen der Schülerinnen und Schüler an, die diese im Umgang mit Sprachen insgesamt und ggf. mit Türkisch als Herkunftssprache in ihren Familien sowie in der Grundschule erworben haben, und baut auf den gemeinsamen Grundsätzen des fremdsprachlichen Lehrens und Lernens von Grundschule und weiterführender Schule auf. Folgende Aspekte haben deshalb für den Türkischunterricht in der Sekundarstufe I besondere Bedeutung:

  • Kommunikationsorientierung mit vielfältigen kommunikativen Aktivitäten in bedeutsamen Verwendungssituationen,
  • Themen-, Anwendungs- und Situationsbezug, Authentizität,
  • Erkunden von Sprache sowie entdeckender und experimentierender Umgang mit Sprache,
  • Nachdenken über und Bewusstmachen von Lernerfahrungen,
  • Förderung des selbstreflexiven und selbstständigen Lernens,
  • Orientierung an der Lernentwicklung des einzelnen Schülers / der einzelnen Schülerin im Sinne einer individuellen Förderung,
  • darstellendes, gestaltendes Lernen,
  • behutsamer und konstruktiver Umgang mit Fehlern,
  • funktional einsprachige Unterrichtsgestaltung.

(Kernlehrplan: Türkisch)